Der Umbau zum Wohnmobil

Der Boden

Der Boxer kam mit einem Holzboden. Da dieser nur reingelegt war, hab ich ihn erstmal rausgenommen und den Blechboden sauber und fettfrei gemacht. Danach habe ich den Holzboden dann mit dem Montage Flexkleber (ich werde ihn nachfolgend nur noch Flex nennen) großzügig reingeklebt. Die Spannösen helfen dabei die Platten wieder perfekt in Position zu bringen und zu fixieren. Darauf hab ich dann eine Lattung geschraubt an der später die Wände ausgerichtet und befestigt werden.

Wohnmobilausbau - Der Fahrzeugboden und die ersten Stellwände

Bettrahmen

Der zweite Schritt bestand darin den Bettrahmen im Heck des Fahrzeugs zu verschrauben. Auf einer Höhe von ca 80cm hat der Boxer in den Querholmen in regelmäßigen Abständen M6 Gewinde eingelassen, an welchen Handwerker ihre Regale oder Sortiersysteme montieren können. Das eignet sich perfekt um daran Lattungen bombenfest anzuschrauben. Trotzallem habe ich nicht nur geschraubt sondern auch mit dem Montage Flexkleber verklebt. Da der Bettrahmen dann so stabil mit dem Chassis verbunden ist, bietet es sich wiederum an, am Bettrahmen die Stellwände anzuschrauben/ kleben.

Wohnmobilausbau - Einbau des Bettrahmens und der Stellwände

Die Stellwände

Die auszuschneidende Kontur an der Oberseite der Stellwände kann man am Fahrzeug gut mit Pappkarton abnehmen und dann auf die Stellwand übertragen. Beim Einbau war wichtig, dass die Wände nicht nur stabil und vibrationsfrei sondern auch absolut im Rechten Winkel stehen. Arbeitet man hier unsauber multipliziert sich die Abweichung bei allen weiteren Arbeitsgängen und am Ende klemmt unter Umständen das Hubbett, weil das Maß oben und unten soweit differiert, dass keine Mechanik der Welt das ausgleichen kann. Außerdem entstehen unweigerlich unschöne Spalte an Stoßkanten welche unter Umständen nur mit schrägen Schnitten wieder ausgeglichen werden können. Außerdem sind diese Wände die Basis für die Bad/Dinette-Tür welche dann zwangsläufig schief eingebaut wird und nicht mehr sauber schließen kann.

Wohnmobilausbau - Einbau der Stellwände

Die Verbindungsstellen

Ich weiss, ich weiss, das sieht ganz furchbar aus. Dieser Kleber ist auch kaum zu bändigen, da kriegt man erst nach einer Zeit ein Händchen dafür. Aber so scheiße es auch aussieht, so bombenfest hält es auch. An Stellen die später sowieso verkleidet werden, kann man mit dem Klebstoff auch bisschen rumsauen. Lieber etwas zuviel Flex aufgetragen als zu wenig. Wenn mal alles verkleidet ist, kommt man nämlich nur noch schwer an diese Stellen ran. Gerade im unteren Bild mit der Schiene habe ich viel aufgetragen und dann die Wand im Winkel ausgerichtet, dabei hat sich das Ganze noch etwas versetzt und dabei so eine Sauerei gemacht. Wo es ging habe ich zusätzlich noch Winkel eingeschraubt, z . B. an den Holmen. An der Decke ist alles nur verklebt. Dort sind aber Winkelleisten mit eingeklebt die verhindern, dass die Stellwand aus ihrer Position "ausbricht".

Wohnmobilausbau - Die Verbindungsstellen

Weitere Stellwände

Auch die vorderen beiden Wände mussten exakt ausgerichtet, verschraubt und verklebt werden. Die Lattung am Boden half nicht nur die beiden vorderen Wände In-Flucht zu bringen, sondern dienten auch als solider Sockel um die Wände daran anzuschrauben. Auch hier wurde zusätzlich geklebt um Klappern und Vibrieren im Vorfeld auszuschließen. Dies ist ein ganz essentieller Schritt gewesen der unbedingt so exakt wie möglich ausgeführt werden musste.

Wohnmobilausbau - Einbau weiterer Stellwände

Das Rohgerüst der Dinette

Wie man hier sehen kann, habe ich mich dazu entschlossen, die Möbel nicht als unabhängige Korpi zu bauen, sondern habe mich eher für eine Art Endoskellett entschieden. Grund dafür, die Lattungen sind einfach anzubringen und versteifen sich unkompliziert gegenseitig. Diese Latten kamen auch beim Bettrahmen und beim Hubbett zum Einsatz. Es gibt sie in unterschiedlichen Längen und Stärken. Ich habe mich für die 34x34mm Version mit 2m Länge entschieden. Diese liegen preislich bei etwa 2 EUR/Stck. Kostengünstig und leicht zu verarbeiten. Die dadurch entstandene Konstruktion muss anschließend mit nur wenigen Brettern verkleidet werden.

Wohnmobilausbau - Das Rohgerüst der Dinette

Die Verkleidungen

Auch die Verkleidungen der Dinette wurden verklebt und verschraubt. Auch hier war unbedingt zu vermeiden, dass Holz auf Holz ungewollt zu vibrieren beginnt. Die Verkleidung welche quasi die Bordwand verlängert, wurde auf die Schnittkante der Stellwand geklebt und getackert. Diese Verkleidung war notwendig weil die Stellwand exakt an dieser Stelle stehen musste um die Breite des Bettes zu gewährleisten. Wäre die Wand weiter nach hinten gegangen wäre zwar das Bett größer geworden und ich hätte mir die Verkleidung sparen können, aber dann wäre die Dinette unnötig größer gewesen und wir hätten den Platz in Bad und Küche verloren. Die Position war also zwingend. Auch hier habe ich nicht am Kleber gespart.

 

Wohnmobilausbau - Die Verkleidungen der Exoskelett Konstruktion

Die Verkleidungen von innen

Hier kann man schön sehen, dass auch hier an Stabilität nicht gespart wurde. Viele Winkel, viel Kleber und alles sehr sorgfältig und großzügig aufgetragen.

Wohnmobilausbau - Die Verkleidungen von innen

Die Oberschränke

Die Oberschränke waren echt tricky. Da diese im oberen Bereich über die komplette Fahrzeugbreite gingen und da nie wirklich ein verlässliches Maß zu ermitteln war habe ich erst die Lattung gesetzt und dann die seitlichen Schränke eingebaut. Und dann einfach den Abstand der beiden gemessen. Dann wurden die Schränke in der Mitte verbunden. Das waren mehrere Fahrten zum Baumarkt. In den linken Schrank eingelassen sind Lichtschalter und eine 240V Steckdose. Auch hier ist zum Fahrzeugdach hin alles großzügig verklebt.

Wohnmobilausbau - Der Bau der Oberschränke

Die Isolation

Danach wurden die Teile des Fahrzeugs, die bereits verkleidet werden konnten, isoliert. Hier kam Armaflex der Firma Armacell zum Einsatz. Die Stärke 19mm habe ich verwendet um die großen Flächen dick zu isolieren. Die Stärke 6mm habe ich verwendet um die großen Stücke über die Holme hinweg zu verbinden und somit eine "Dampfsperre" zu erreichen. Schließlich soll sich kein Kondenswasser hinter den Verkleidungen sammeln/ bilden. Erst dann konnte ans Verkleiden gedacht werden.

Wohnmobilausbau - Die Isolation des Kastenwagen

Die elektrischen Leitungen

Bevor ich mit der Elektrik losgelegt hatte, habe ich das Netz befragt und meinen Elektriker konsultiert. Mit seinen Hinweisen habe ich eine sichere Elektrik realisieren können, die ich ihm auch am Schluss zur Abnahme vorgestellt habe. Wichtig ist, 12V und 240V müssen in getrennte Kabelkanäle verlegt werden. Ich habe mir braune für 12V und weisse für 240V gekauft um jederzeit erkennen zu können was für einen Kanal ich da vor mir habe. Die Unterputz- und Abzweigdosen sind alle feuerfest. Sämtliche Verbindungen, egal ob 12V oder 240V innerhalb der Abzweigdosen habe ich mit Wagoklemmen ausgeführt. Nicht nur, dass diese sich im Gegensatz zu Lüsterklemmen bei Erschütterung nicht lockern, sondern damit war es auch möglich Verteilungen in der Dose ganz einfach zu realisieren. Lüsterklemmen gehören der Vergangenheit an und es ist nicht eine einzige davon im ganzen Aufbau mehr zu finden.

Wohnmobilausbau - Die Elektrik und die Verkabelung, Kabelkanäle, Abzweigdosen

Die elektische Schaltzentrale

Die Anschlussdose für Netzstrom wurde unterhalb des Bettes durch das Blech geführt. Die Sägekanten des Blechs wurden mit Rostschutzfarbe versiegelt. Die Dose wurde sorgfältig mit Flex eingeklebt und mit sauberer Fuge außen und mit massig Flex innen abgedichtet. Hier darf keine Feuchtigkeit eindringen. Die Schaltzentrale bildet ein stabilisierter Spannungswandler von Schaudt. Dieser kann den Netzstrom von 240V in 12V wandeln. Das Gerät kann aber auch auf eine angeschlossene Batterie umschalten wenn man autark steht. Sicherungen und FI-Schalter für 240V sind im Gerät mit eingebaut. Die fünf getrennten 12V Schaltkreise sind jeweils mit 15A KFZ-Sicherungen abgesichert. Zusätzlich dazu wurde ein Solar-Laderegler eingebaut, der über den Batterie-Eingang des Schaudt Spannungswandlers angeschlossen ist.

Wohnmobilausbau - Der Elektroblock, Spannungswandler und der Laderegler Solar

Schranktüren und Wandverkleidungen

Da ich bei den Schranktüren keine Rundungen oder organischen Formen realisieren konnte, habe ich mich entschlossen dies bei der Wandverkleidung zu machen. Mit 3mm starken Hartfaserplatten sind Biegungen gar kein Problem. Die Elastizität dieser Platten ist für einfache Konturen völlig ausreichend. Die Schranktüren habe ich, als Kontrast zu den holzfarbenenen Korpi in Sonoma Eiche, in weiss gewählt. Die eigenbauten Steckdosen in grau passen super zu Eiche und Weiss. die Decke aus 3mm Hartfaser habe ich bei der Gelegenheit auch gleich eingeklebt. Was die Elektrik-Bauteile angeht, hier habe ich auf günstige aus dem Baumarkt gesetzt. Die sind zwar etwas größer als die für Caravaning, aber dafür wesentlich billiger.

Wohnmobilausbau - Die Schranktüren und die Wandverkleidungen

Das Bad

Alle für Caravans erhältlichen Waschbecken fand ich grottenhässlich. Da ich zwischendurch auf der Waage war und wusste, dass ich noch Luft bzgl. Zuladung hatte, habe ich mir einfach ein schönes Keramikwaschbecken gegönnt – trotz des Gewichts. Als Waschtisch habe ich eine dicke Platte eingezogen die von Wand zu Wand reicht und dort jeweils verschraubt und verklebt wurde. Somit stabilisiert dieser Waschtisch auch wieder die Stellwände. Nachdem die Armeflex Isolation aufgebracht war wurde vom Waschtisch bis zum Boden verkleidet und eine Schranktür eingebaut. Der Stauraum hier ist größer als es aussieht. Dann wurde die Wandverkleidung über dem Waschtisch angebracht. An allen Ecken und Kanten wurden saubere Fugen mit Flex eingezogen. Wichtig: Silikon und Acryl werden auf Dauer brüchig und solche Fugen schauen dann scheiße aus.

Wohnmobilausbau - Das Bad, Nasszelle, Sanitärbereich

Die Küche

Unser Küchenblock besteht oben aus einem Schrank für Geschirr, einer Arbeitsplatte und dem Kühlschrank. Die Arbeitsplatte ist eine aus dem Baumarkt und sie ist zwischen die beiden Stellwände geschraubt. Stabilität!

Auch die Fachböden sind nicht nur eingelegt sondern eingeklebt. Ich habe keine Möglichkeit ausgelassen um das gesamte Möbelkonstrukt zu stabilisieren und zu versteifen. Was die Elektrik angeht habe ich neben Lichtschalter, Steckdose und LED Licht auch eine 12V USB-Dose installiert um hier mal Handys o. ä. laden zu können. Der Kühlschrank kann über 12V oder 240V betrieben werden. Gas ist nicht vorgesehen.

Wohnmobilausbau - Die Küche und der Kühlschrank

Die Küchenerweiterung

Da wir im Eingangsbereich nicht die volle Breite benötigen, haben wir den Platz mit einem extra Küchenblock erweitert. Da wir im ganzen Wagen kein Gas wollten, haben wir dort eine Induktionsplatte verbaut. Da wir im Wagen nie kochen, diese aber wegen dem TÜV benötigen haben wir sie unter eine Klappe gebaut, somit können wir den Platz oberhalb nutzen ohne, dass die Platte stört. Da sie laut TÜV fest verbaut werden muss, haben wir sie an den Standfüßen mit Turbo reingeklebt. Wenn man, wie ich, den Stecker der Platte abzwickt und die Platte in einer Verteilerdose verklemmt, braucht man für die Eintragung als Womo noch eine Bestätigung vom Elektriker, dass alles ordentlich verdrahtet ist. Dieser Block wurde dann mit einer Schublade, einer Tür und einem ausklappbaren Mülleimer komplettiert.

Wohnmobilausbau - Die Küchenerweiterung mit Herdplatte

Nicht einfach nur eine Tür. Die Tür.

Diese Tür habe ich mir von einem 220.000 EUR Wohnmobil abgeschaut. Sie ist die eigentliche Badtür. Aber, sie ist so dimensioniert, dass sie auch an der Dinette schließt. Somit kann man wenn man auf dem Klo sitzt das Bad schließen, aber am Morgen kann man die Tür an der Küche/Dinette schließen und hat einen großen Raum für sich um sich in Ruhe unbeobachtet umzuziehen.

Wohnmobilausbau - Die Badtür

Die Wasserversorgung

Der Tankeinfüllstutzen wurde genauso installiert wie der Stromanschluss. Wir haben uns für jeweils 20l Frischwasser- und Abwasserkanister entschieden. Die Installation habe ich mit Gardena und Gartenschlauch realisiert. Der Grund dafür ist, dass dies kostengünstig war, und ich Ersatzteile in jedem Baumarkt in ganz Europa bekomme. Alle Verbindungen sind zusätzlich mit Schellen gedichtet. Der Y-Verteiler gibt uns die Möglichkeit das Abwasser umzuleiten – entweder intern in den Kanister oder aus dem Fahrzeug raus in einen externen Kanister. Intern ist gut beim Freistehen, extern gut bei längerem Stehen auf dem Campingplatz. Als Pumpe kommt eine günstige Saugpumpe zum Einsatz. Der Wasserhahn ist ein Caravan Wasserhahn, den benötigt man wegen dem integrierten Schalter zum Starten der Pumpe.

Wohnmobilausbau - Die Wasserversorgung, Kanister und Pumpe

Polsterarbeiten

Ein Zugewinn für echten Wohnraum-Charakter sind Polster. Sie machen die Sitzflächen nicht nur bequemer sondern sind auch gut für die Akustik im Wagen. Flatterechos und kurze Hallfahnen werden damit eliminiert. Und sie sind weitaus weniger aufwändig herzustellen als man denkt. Man benötigt ein Trägerbrett, eine Schaumstoffplatte und Polsterstoff. Die ersten beiden Dinge gibt es günstig im Baumarkt und den Stoff kann man günstig bei ebay bestellen. Der Polsterstoff wenn noch mit Watte unterfüttert ist, kaschiert gut die unsauberen Schnittkanten am Schaumstoff und rundet alle Ecken und Kanten schön ab. Der Stoff wird dann auf der Unterseite des Trägerbretts festgetackert.

Wohnmobilausbau - Die Polsterarbeiten an Sitzgruppe und Bett

Der Tisch der Dinette

Ich habe lange überlegt ob ich den Tisch klappbar mache, so wie das viele Hersteller auch anbieten um einen weiteren Schlafplatz zu ermöglichen. Da ich diesen nicht benötige habe ich mich entschlossen den Tisch fest einzubauen. Da wir im Wohnwagen einen eckigen Tisch hatten und uns daran oft gestoßen hatten, habe ich diesmal schöne große Rundungen an der Tischplatte angebracht. Tischplatte und Tischbein sind beide aus dem Baumarkt. Zu Beginn hatte ich allerdings eine weisse Tischplatte gebaut, die hatte mir aber bald nicht mehr gefallen. Da unsere Dinette wegen des Hochbetts länger ausfallen musste als dies bei Herstellern üblich ist, hatten wir die Möglichkeit den Tisch breiter zu machen. Die Dimensionen sind sehr komfortabel. An einer Möglichkeit eine ausschwenkbare Erweiterung anzubauen tüftel ich aktuell noch rum. Einen fertigen Mechanismus konnte ich hierfür nirgends finden. Wenn jemand da was weis bitte melden.

Wohnmobilausbau - Der Tisch der Dinette

Fenster

Die absolute Herzinfarktarbeit. Hier muss man genau messen, dass der Ausschnitt nicht zu groß wird. Im Beiblatt der Fenster, ist oftmals eine Schablone für den Ausschnitt dabei. Das war bei meinen Carbest Fenstern nicht der Fall. Aber man kann das Ausschnittsmaß gut aus dem Fenster selbst herausmessen. Hier sollte man den Ausschnitt ein paar Millimeter größer wählen als den inneren Flansch des Fensters. Bei unterschiedlichen Temperaturen dehnen sich die Materialien unterscheidlich aus und somit könnte es zu Spannungen kommen. Erst wollte ich die Löcher flexen habe sie aber dann doch mit der Stichsäge rausgesägt. Die Schnittkanten müssen unbedingt mit Rostschutz versiegelt werden! Selbst wenn die Schnittkanten unter der Dichtmasse verschwinden können die blanken Stellen rosten. Die Zwischenzeit bis die Farbe getrocknet war habe ich die Rahmen uns normalen Holzlatten aus dem Baumarkt gebaut. Diese sind verschraubt und verklebt. Als die Farbe getrocknet war habe ich die Fenster mit dem Rahmen probeweise eingesetzt um zu testen ob alles passt. Dann wurden die Kontaktflächen an Fenster und Blech mit Spiritus gründlich von Schmutz und Fett befreit. Dann wurde das Fenster mit Turbo von aussen eingeklebt (1) und dann mit dem Holzrahmen eingespannt, bis der Turbo angezogen hatte. Dann wurde der Rahmen demontiert und die Schnittflächen innen großzügig mit Flex gedichtet (3) und sofort der Rahmen wieder aufgesetzt. Dann wurde mit schwarzem Flex aussen noch eine saubere Fuge gezogen (2). Somit ist das Fenster dreifach gedichtet. Lediglich die Sichtfuge (2) ist der Witterung ausgesetzt. Die inneren Fugen bleiben somit frisch und dauerhaft dicht. Eigentlich sind die Fenster so konzipiert, dass der Kunststoffinnenrahmen auf die Wandverkleidung aufgesetzt wird. Dazu darf der Abstand von Blech zu Verkleidung aber nicht größer als 2cm Betragen. Da dies nur mit speziellen Formteilen möglich ist, habe ich den Rahmen lieber unter der Verkleidung gemacht. Der Fensterausschnitt in der Verkleidung ist mit Blech-Kantenschutz überzogen. Schaut absolut sauber aus.

Wohnmobilausbau - Der Einbau der Fenster
Wohnmobilausbau - Der Einbau der Fenster

Das ominöse Hochbett

Für alle die sich gefragt haben wie ich das jetzt schlussendlich umgesetzt habe, hier die Auflösung. Das Bett selbst, ist aus 30mm Latten zu einem Rahmen mit Lattenrost zusammengeschraubt worden. Von unten ist dieser Rahmen mit einer 10mm beschichteten Holzplatte verkleidet. Das stabilisiert den Rahmen und sieht von unten wie die Fahrzeugdecke aus. Ich habe an den beiden Stellwänden zu Küche und Bad und an den B-Säulenverkleidungen C-Profilschienen angebracht in denen Nutensteine laufen. Diese sind mit dem Bettrahmen verbunden. Somit lässt sich das Bett in den Schienen geführt hoch und runter schieben. Die Höhe wird wird mit Klemmschrauben unterhalb der Nutensteine fixiert. Das hält bombenfest. In hochgefahrenen Zustand haben wir eine Stehhöhe von 175cm. Im runtergefahrenen Zustand bleiben unter dem Bett noch knapp 90cm um an die Schränke und Fächer zu kommen.

Wohnmobilausbau - Einbau des Hubbetts über der Dinette

Der Frontstauraum

Der Frontstauraum ist der Teil des Stauraums unter dem Bett der vom Fahrzeuginneren zugänglich ist. Auf zwei Etagen hat man hier massig Stauraum. Durch ein vertikales Brett wird der vordere vom hinteren Stauraum getrennt. So sind die "schmutzigen" Campingmöbel räumlich sauber von den sauberen Klamotten getrennt. Hier haben Wohnmobilhersteller oftmals, weil sie eine Heckgarage bieten, keine feste Tür sondern irgendwelche klapprigen Abdeckungen die man komplett herausnehmen kann. Bei Anderen bleibt dieser Bereich direkt offen und man kann bis nach hinten sehen. Beides wollte ich eben nicht. Ich wollte eine feste klapperfreie Tür.

Wohnmobilausbau - Der Frontstauraum

Der Heckstauraum

Der Heckstauraum ist von unfassbarer Wichtigkeit. In ihm transportieren wir unsere Gartenmöbel, Kabel, Wasserzubehör, Strandzeug, Grill und so vieles mehr. Alle Fächer wurden extra auf die Dimensionen unserer Tische und Stühle, Schirme und andere Utensilien dimensioniert. Somit hat alles genau den Platz den es braucht und nirgends ist etwas verschenkt. Die Fächer sind mit dem Bettrahmen und dem Boden verschraubt und verklebt. Die Böden sind mit Antirutschmatten aus Schaum, die normalerweise im Bad zum Einsatz kommen, ausgelegt. Somit klappert der Inhalt der Fächer während der Fahrt nicht. Das hintere Fach ist aber nicht komplett abgeriegelt sondern luftmäßig mit dem vorderen Fach und somit mit dem Wohnraum verbunden. Somit kann im Winterlager mit geöffneten Schranktüren die Luft zirkulieren.

Wohnmobilausbau - Der Heckstauraum

Das Batteriefach

Wie essentiell die Aufbaubatterie ist, haben wir ja bereits etabliert. Wie wir sie laden auch. Aber was wir nicht angesprochen haben ist, was die Batterie macht während sie geladen wird. Prinzipiell nicht viel ausser aufladen und gasen. Und letzteres ist ein echtes Problem. Erstens sind die entstehenden Knallgase explosiv, zweitens giftig und drittens verätzen sie Haut und Textilien. Theoretisch müsste man die Batterie also ausserhalb des Fahrzeugs laden. Da dies nicht geht müssen die Gase vom Fahrzeuginneren entkoppelt sein und nach aussen geführt werden. Ich habe im hinteren Staufach auf der linken Seite ein abgeschlossenes Fach (von oben zugänglich) gebaut. Dies ist mit Flex hermetisch abgedichtet. Dafür habe ich aber ein Loch seitlich ins Blech gebohrt wodurch ein 40mm PC Lüfter die Knallgase direkt aus dem Batteriefach in Freie blasen kann. Der Lüfter braucht nur 0,1W bei 12V und ist direkt auf die Batterie geklemmt und läuft permanent.

Wohnmobilausbau - Die Batteriefachentlüftung


FACEBOOK will ich nicht

TWITTER brauch ich nicht

INSTAGRAM schon gleich gar nicht

GOOGLE+ kommt gar nicht in die Tüte


 

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