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Schutz für den Kühler - Wir ziehen ein Lochblech ein.

Als ich kürzlich den Sevel eines Forumskollegen genauer inspiziert hatte, fiel mir direkt auf, dass dieser hinter dem Kühlergrill keine offenen Scheunentore hat. Gerade unten am Ölkühler ist bei mir eine riesige ovale Öffnung wo theoretisch ein faustgroßer Gegenstand beim Überfahren direkt in den Kühler krachen könnte.  Das ist zwar unwahrscheinlich, dass dies passiert. Was aber nicht ungewöhnlich ist, sind murmelgroße Steine die aus dem Profil eines vorausfahrenden

Fahrzeugs in Richtung meines Kühlers katapultiert werden. Wenn diese im blödesten Falle die Rippen treffen, dann kann es schnell zum kaputten Kühler führen. Ich konnte mir absolut nicht erklären warum bei mir solch ein feinmaschiges Blech fehlt. Also beschloss ich dies selbst nachzurüsten. Mir war klar, dass wenn ich ein Originalteil bestelle, dies sicher extrem überteuert sein würde. Deshalb habe ich danach gar nicht gesucht und mir im Baumarkt ein Aluminium Lochblech gesucht, dass zwar ein engmaschiges Raster hat, aber trotzdem maximal luftdurchlässig ist. Ich wollte keinesfalls, dass der Motor nicht genug Kühlung bekommt. Es durfte also kein Blech mit runden Löchern sein, Dort wäre zuviel Material das nicht durchlässig ist. Also entschied ich mich für ein Alu-Kreuzgitter. Dieses läst extrem viel Luft durch obwohl dabei das Raster extrem klein ist. Es werden mit diesem Gitter also auch relativ kleine Partikel rausgefiltert. Diese Art von Gitter lässt sich superleicht mit einer Blechschere zuschneiden um die Kontour des Kühlergrills aufzugreifen.


Zu allererst muss der zweiteilige Kühlergrill runter. Der wird beim Sevel mit unzähligen Torx-Schrauben befestigt. Auch ist er mit einigen Kunststoffnasen eingehängt. Beim Lösen des Grills muss man genau darauf aufpassen: denn wenn man den Grill nach vorne abzieht reisst man diese ab. Die Nasen stehen nämlich schräg und man muss den Grill schräg nach oben abziehen. Da an der Sevelfront durch unzählige Regenfahrten die Schrauben Wind und Wetter ausgesetzt sind, sitzen die relativ fest. Mit Kriechöl kann man diese gut lösen. Da bringe ich auch gerne mal den Spruch meines Ausbilders, der immer sagte "Kein Meister kann und will es glauben, mit dem Hammer löst du alle Schrauben." Was ich damit sagen will: wenn man die Schraube mit Caramba eingesprüht hat, dann reicht nach 10 Minuten oftmals ein präziser Hammerschlag auf die Schraube und die Verkrustung löst sich. Ich spreche aber nicht davon mit dem Hammer den Schraubenkopf kaputt zu prügeln. Es geht mehr um die Erschütterung bis ins Gewinde. Nach dem Abnehmen des Kühlergrills kommt man super an die

Ausschnitte heran und kann die einzelnen Bleche passgenau zuschneiden. Wenn die Bleche fertig geschnitten sind, dann müssen sie von hinten am Grill befestigt werden. Auch hierfür verwende ich FixAll Turbo. Dabei musste ich so vorsichtig vorgehen, dass das Blech zwar stabile gehalten wird, aber kein weisser Kleber von vorne zu sehen ist. Um die Bleche bis zum Abbinden des Klebers in Position zu halten habe ich die Bleche mit Schraubenboxen und Bohrerschachteln beschwert. Nach ca. einer Stunde konnte ich die Bleche erstmals belasten. Das Problem ist hier, dass beim Einbau des Grills, starke Verwindungskräfte auf den Grill wirken. Ist der Kleber noch nicht fest, fallen die Bleche sofort wieder ab. Ich habe einfach vorsichtig gegen die Bleche gedrückt und festzustellen wie weit ich schon gehen kann.

Da beim Zerlegen die Schrauben relativ wiederspenstig waren, wollte ich die Schrauben nicht so rostig und korrodiert wieder eindrehen. Das macht es auf Dauer auch nicht besser. Deshalb habe ich die Schraubenlöcher und die


Schrauben satt mit Caramba eingesprüht. Dann gehen die Schrauben, Erstens, leicht rein, und Zweitens scheuern sich diese beim Eindrehen von Rost frei.

Was beim Zerlegen galt, gilt auch beim Zusammenbau: Vorsicht mit den Kunststoffnasen! Diese können auch beim falschen Ansetzen leicht abbrechen. Deshalb muss man diese erst sauber in die Löcher einfädeln bevor man den Grill in seine Endposition drückt. Am Besten geht dies, wenn man schräg von oben in Richtung Fahrzeugrahmen einfädelt.

 

Nach dem Zusammenbau kann sich das Resultat echt sehen lassen. Morgen, wenn das FixAll komplett ausgehärtet ist, werde ich die Belastbarkeit testen. Aber erfahrungsgemäß wird das Zeug richtig stabil und sollte den normalen Steinschlag vom Kühler fernhalten. Klar, sollte ein faustgroßer Fremdkörper bei 120km/h mit voller Wucht gegen die Bleche schlagen, wird es diese vielleicht rausbrechen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass dies passiert, ist relativ gering. Deswegen passt mir das so.


 

Die Komponenten die ich verwendet habe, sind:

13,- Alu Lochblech von OBI

 

Reste von:

Fix-All Turbo (Hatte ich noch vom Heki einbau übrig)

Silikonspray

 

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