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Lasik-OP für das Cruisemobile.

Zu den Anfangszeiten der Cruisemobile-Website war einer meiner ersten Tipps, das Aufpolieren der Scheinwerfer. Wenn man das mit einem Scheinwerfer noch nicht gemacht hat, dann kann man das schon mal machen. Im Originalzustand ist auf die Acrylglas-Oberfläche eine UV-Schutzschicht aufgebracht, die verhindern soll, dass der Kunststoff von Licht und Wetter zermürbt wird. Dieser lässt sich nach Jahren tatsächlich auch einmal aufpolieren, was sehr gut funktioniert. Bei diesem Poliervorgang nimmt man aber einen Großteil der UV-Schicht ab und liefert das frisch polierte Scheinwerferglas relativ ungeschützt der Witterung aus. Wenn man diesen Poliervorgang nach einiger Zeit wiederholen muss, stellt man fest, dass die Zyklen immer kürzer werden. Da muss man sich

dann eingestehen, dass man um neue Scheinwerfer nicht herum kommt. Wie ich im Beitrag über das Abdichten der Frontscheibe bereits erwähnt hatte, habe ich bereits neue Scheinwerfer bestellt. Heute kam das Paket an und nun konnte es losgehen. Da ich wegen dem Abdichten die Scheinwerfer demontiert hatte wusste ich genau welche Schrauben zu lösen waren. Als Erstes musste die Plastikabdeckung überhalb des Scheinwerfers demontiert werden. Dazu müssen innen die beiden Kreuzschlitzschrauben gelöst werden. Dann kann man das Plastikteil vorsichtig nach oben wegnehmen. Allerdings muss man mit einem vorsichten Ruck noch die beiden Clips lösen. Dann hat man das Teil schon in der Hand. Nun hat man freie Sicht auf die Schrauben; eine oben auf dem Scheinwerfer und zwei unterhalb. Wenn man diese löst, fehlt nur noch ein beherzter Ruck und man kann den Scheinwerfer im Ganzen herausnehmen.


Soweit kam ich die Tage mehrmals. Aber ab diesem Schritt betrat ich Neuland und die ganze Aktion kam auch schon direkt ins Stocken. Ich bekam nämlich den Hauptstecker nicht ab. Das Internet und unser Selbstbauerforum gaben auf die Schnelle nichts her, also blieb nur Rumprobieren. Ich verglich den Steckerbereich mit dem neuen Scheinwerfer und konnte so ableiten was zum Stecker gehört und was Teil des Scheinwerfers ist. Nach einigem Probieren, manchmal wütend, manchmal etwas weniger wütend, kam ich dahinter: man muss den grauen Ring nach hinten schieben und schon kann man den Stecker abziehen.

Nachdem ich hinter dem Scheinwerfer erstmal alles gereinigt hatte, habe ich mich an das Umstecken der Leuchtmittel gemacht. Die Neuen kamen nämlich komplett ohne Leuchtmittel. Aber die aus meinen alten Lampen waren ja noch gut also habe ich die hinten geöffnet und die Leuchtmittel eines nach dem anderen umgesteckt. So wie der Stecker sich demontieren ließ, genau so ging er auch wieder drauf. Um den Stecker wieder zu arretieren musste nur noch den graue Ring wieder aufgeschoben werden und schon konnte es an den Wiedereinbau gehen. Auch hierbei ist wieder darauf zu achten alles ohne exzessive Gewaltanwendung zu machen. An den Scheinwerfern und Abdeckungen sind einfach zu viele Zapfen und Halterungen dran, die nur zu gerne bei falscher Handhabung abbrechen. Deshalb ist hier äußerste Vorsicht geboten. Als der eine Scheinwerfer erledigt war, kam das gleiche Prozedere beim zweiten zur Anwendung. Es ist schon echt erstaunlich wie schnell man eine gewisse Routine in den Aufgaben entdeckt und wie schnell man bei den Reparaturen regelrecht Selbstbewusstsein entwickelt. Das macht einem wirklich Mut für zukünftige Reparaturen.


Jetzt wo die neuen Scheinwerfer eingebaut sind, sieht das nicht nur superschön und sauber aus, sondern das Licht wird auch nicht mehr so diffus in alle Richtungen gestrahlt. Jetzt muss ich in den nächsten Tagen nur noch die Lampen korrekt einstellen. Hierzu gibt es unzählige Youtube-Videos. Ich werde das selbst versuchen, wenn es nicht klappen sollte, lass ich das halt in einer Werkstatt schnell einstellen.

 

Die Komponenten die ich verwendet habe, sind:

189,- Ein Paar neue Sevel 250 Scheinwerfer

 

Reste von:

Alle Leuchtmittel aus den alten Lampen

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