Hinweise, Erfahrungen und Tipps rund um das Wohnmobil

Matte Scheinwerfergläser

Wenn ein Fahrzeug 365 Tage im Jahr auf der Straße parkt und der Witterung ausgesetzt ist, kann es sein, dass die Gläser der Scheinwerfer stumpf werden. Das kann bei der Hauptuntersuchung zum Problem werden und verhindern, dass man die Plakette bekommt. Mancher würde dazu tendieren die Scheinwerfer auszutauschen. Das ist aber gar nicht nötig. Mit etwas Schleifpaste und einem Baumwolltuch lassen sich diese matten Stellen wieder auspolieren. Viel Druck ausüben und mit kreisenden Bewegungen stellt sich langsam aber sicher der Erfolg ein. Nun ist die Oberfläche zwar klargeschliffen aber noch nicht poliert und somit noch zu rauh. Deshalb geht man danach noch mit Autopolitur drüber und verschließt die Poren. 20min Arbeit und 300 EUR gespart!

Wohnmobilausbau - Matte Scheinwerfergläser wieder klar machen

Regenwasser im Fensterheberschalter

Wenn es bei Regen bei offener Beifahrertüre lange genug auf die Türverkleidung regnet, dann läuft Wasser in den Schalter und es kann passieren, dass das Fenster selbstständig aufgeht und sich nicht mehr schliessen lässt. Das liegt daran, dass das Regenwasser den Kontakt überbrückt und der Schalter dadurch quasi "geschaltet" wird. Ein "Schließen" über den Fensterheber auf der Fahrerseite ist dann wirkungslos. Erst wenn der Schalter demontiert wird kann man das Fenster schließen. Die Konsole in der rechten Tür mit dem Schalter ist von oben nur eingeclipst und lässt sich mit einem breiten Spatel nach oben herausklicken. Wenn man dann den Stecker vom Schalter abzieht kann man das Fenster von der Fahrerseite aus schliessen. Wenn der Schalter innen wieder getrocknet ist kann man diesen wieder anstecken und alles geht wieder. Es ist also kein Defekt im eigentlichen Sinne sondern lediglich eine Funktionsstörung solange Wasser im Schalter ist.

Wohnmobilausbau - Matte Scheinwerfergläser wieder klar machen

Nie mehr stinkendes Abwasser (Grauwasser)

Jeder der mal mehrere Tag unterwegs war, der weis wie schnell Abwasser im Wagen übel riechen kann. Man denkt zwar, dass man ja nur Hände wäscht und Zähne putzt aber gerade bei Letzterem sind extrem viele Bakterien im Spiel. Logisch, man putzt sich diese aus dem Mund weil der Mund sonst übel riecht, warum sollte das dann im Abwassertank plötzlich nicht mehr riechen? Ich will damit sagen das was im Abwasser so fies riecht sind Bakterien die sich dort wild vermehren. Bislang war es so, dass unser Abwasser in sommerlichen Temperaturen nach 4-5 Tagen bereits anfing zu riechen. Nun habe ich einen Versuch gestartet und in den Abwassertank vorher Dr. Keddo Purimar Geruchsverhinderer reingekippt. Das dort enthaltene Säuren-Gemisch hält die Bekterien im Zaum und verhindert, dass sich diese zu krass vermehren. Das Resultat ist, dass es auch nach knapp zwei Wochen eigentlich nur nach Zahnpasta riecht. Ich habe es jetzt mehrmals probiert und es funktioniert jedes Mal.

Wohnmobilausbau - Matte Scheinwerfergläser wieder klar machen

Lästige Aufkleber loswerden

Das Thema "Aufkleber entfernen" ist für Viele ein Schreckgespenst. Falsch angegangen kann das schon echt zeitintensiv werden. Aber es gibt gute Tricks. Sind die Aufkleber noch nicht komplett verwittert und ausgetrocknet zieht man die Folie ab und tupft die Kleberreste mit der klebrigen Seite eines Stück Gaffertapes ab. Man tupft solange auf den Kleberresten bis man zusehen kann, dass mit jedem Tupfen wieder ein bisschen mehr Kleber im Klebstoff des Gaffertapes hängenbleibt. Das klappt in den meisten Fällen rückstandsfrei. Die Kleberreste älterer Aufkleber kann man gut mit einem harten Radiergummi entfernen. Was genauso gut funktioniert ist die Haut auf der Fingerkuppe, das tut aber nach ein paar Minuten tierisch weh! Von Versuchen mit Aceton oder Verdünnung würde ich abraten. Das löst zwar den Kleber aber unter Umständen auch den Lack. Die Mähr vom Ablösen mit Öl oder Spülmittel funktioniert nicht – macht es teilweise sogar schlimmer.


Ausgeblichene Kunststoffteile

Unlackierte Kunststoffschürzen und Stoßstangen bleichen in der Sonne auch sehr stark aus. Da wird dann aus einem satten glänzenden Schwarz ganz schnell ein fahles Grau. Da hier die Farbpigmente bis tief ins Material geschädigt sind, muss die Abhilfe auch tief in den Kunststoff rein. Hier schwöre ich auf den Tiefenpfleger von Armor All. Dieser besteht aus Silikon. Dadurch, dass Silikon eine hohe Viskosität hat zieht der Pfleger tief in den Kunststoff ein und gibt den Kunststoffteilen wieder tiefschwarzen Glanz. Aber, eine einzige Anwendung reicht nicht aus. Der erste Regen schwemmt einen großen Teil des Silikons wieder heraus. Man muss diese Therapie also mehrmals wiederholen. Was sich bei mir als sehr wirkungsvoll und nachhaltig erwiesen hat, ist beim Einwintern die gereinigten Stoßfänger richtig satt einzuschmieren und bis zum Frühjahr richtig einwirken zu lassen. Man kann dies in der Winterpause auch mehrmals wiedeholen.

Wohnmobilausbau - ausgeblichene Kunstoffteile, Schürzen, Armor All

Der verdiente Winterschlaf

Fragt man zu diesem Thema 10 Leute bekommt man 11 Vorgehensweisen erklärt. Hier meine:

Es ist schon mal ein guter Anfang wenn das geliebte Womo im Winter in einer Halle stehen kann, wo es keinen Schnee und kein Salz, keinen Regen und nicht die volle Kälte abbekommt. Stromversorgung ist auch von Vorteil. Ganz wichtig, alle offenen Lebensmittel, auch Nudeln und Reis müssen aus dem Wagen. Das lockt alle möglichen Tierchen an. Die Luft muss im ganzen Wagen zirkulieren können. Nirgends darf sich die Luft stauen. Deshalb sind grundsätzlich alle Türen und Klappen, mindestens einen Spalt zu öffnen. Dadurch verbinden sich alle Räume und Kästen physisch zu einem großen Raum in dem ein Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsaustausch stattfinden kann. Moderne Wohnmobile haben sogar noch eingebaute Lüfter die aktiv für eine Zirkulation sorgen. Es geht aber auch ohne. Viele erzählen davon die Lüftungsfuge der Fenster zu öffen um die Luftfeuchtigkeit aus dem Wagen zu bekommen. Da ich persönlich keine Insekten oder Mäuse im Wagen haben will mache ich das nicht. Gegen die Feuchtigkeit stelle ich im gesamten Wagen, strategisch verteilt, drei Entfeuchter mit Tabs auf – einen im Fahrerhaus, einen in der Dinette und einen im hintern Staufach. Die entziehen dem Innenraum die Feuchtigkeit. Über die Wetterstation kann ich einen vorher-/nachher Vergleich anstellen. Matratzen werden angehoben, damit Luft darunter kommt und nichts stocken kann. Bettwäsche, Decken, Kissen und andere Textilien werden in Vakkuumtüten gepackt und leergesaugt – das macht das ganze extrem kompakt und es kommt keine Feuchtigkeit ran. Am Fahrzeug selbst werden alle Dichtungen und Gummiteile satt mit Armor All eingerieben. Das macht die Teile geschmeidig und unanfälliger gegen die Kälte. Gleiches gilt auch für die Schürzen und Stoßfänger. Auch die Reifen werden mit Armor All eingerieben. Alle Scharniere, Schlösser, Riegel und andere blanke Metallteile werden mit WD40 eingesprüht um Korrosion zu verhindern. Klo, Kanister und Schläuche werden geleert und gereinigt. Somit können sich Bakterien nicht ungehindert vermehren. Wichtig ist auch, dass sich im Wasserhahn kein Wasser mehr befindet. Sonst wird das Innenleben bei Minustemperaturen förmlich gesprengt. Es werden alle Verbraucher mit ihren Hauptschaltern ausgeschaltet, dass kein Gerät mehr auf Standby ist. Dann wird das Ladegerät für die Aufbaubatterie eingeschaltet. Die Starter Batterie bekommt ein eigenes Ladegerät welches im Innenraum an einer Steckdose eingesteckt wird. Nun kann das Hauptkabel an der CEE-Dose am Hausnetz eingesteckt werden und die Batterien werden im Winterprogramm am Leben erhalten. Den Kraftstofftank sollte man im Vorfeld ziemlich leer fahren und dann zu 1/3 mit Winterdiesel betanken. Der Reifendruck wird nochmal geprüft. Reifen mit zu wenig Luft können unten schnell platte Stellen bekommen. Wenn möglich sollte man das Fahrzeug auch alle paar Wochen ein paar Zentimeter versetzen um die Reifen zu schonen.

Wohnmobilausbau - Vorbereitung auf den Winter
Wohnmobilausbau - Vakuumtaschen für Bettzeug und Decken

Ersatzteile

Um es ganz deutlich zu sagen: lieber habe ich ein Schlauchboot weniger dabei, als auf eine gewisse Grundausstattung für kleine Reparaturen zu verzichten. Ich habe es oft erlebt, dass auf Reisen kleine Reparaturen notwendig werden. Nicht immer ist der nächste Baumarkt direkt in Reichweite. Selbstverständlich kann keiner von uns für Alles ein Ersatzteil auf Reisen dabei haben. Das würde bedeuten man hätte ein Wohnmobil und nochmal ein komplettes Wohnmobil als Ersatz dabei. Trotzdem macht es aber Sinn eine kleine Auswahl an Werkzeug und bestimmte Ersatzteile immer an Bord zu haben. Im Handel gibt es kleine Werkzeug Sortimente die rudimentär alles beinhalten was man braucht. Darunter Schraubenzieher, die wichtigsten Größen an Schrauben- und Inbusschlüsseln und mindestens noch eine Kombizange. Ich habe auch noch einen Akkubohrer und und ein kleines Set an Bohrern und Bits dabei. Bei den Ersatzteilen gehört in jedem Fall ein Sortiment an Schrauben und Muttern in verschiedenen Größen, sowie einige Beilagscheiben zur Grundausstattung. Darüberhinaus empfehlen sich Kabelbinder, Wago-Klemmen, und ein paar Karabiner. In kleine Sortierboxen sortiert lassen sich diese sicher irgendwo im verstauen ohne groß Platz wegzunehmen. Was ich auch immer dabei habe ist eine kleine Kartusche Instantsilikon. Diese benötigen keine Kartuschenpresse, wie man das von herkömmlichen Silikonkartuschen kennt, sondern sind direkt mit Druckluft und einem Hebel ausgestattet. Diese Kartuschen sind klein und reichen für das provisorische Abdichten kleiner Lecks unterwegs vollkommen aus. Die eigentliche Reparatur kann dann nach dem Urlaub erfolgen. Auch hilfreich ist ein Rolle Panzertape und eine kleine Rolle mit Draht und die dazu passenden Schäkel. Ein kleine Auswahl an Kabeln und Steckern habe ich auch immer im Wagen. Das klingt jetzt als hätte ich meine halbe Kellerwerkstatt dabei, jedoch passt das alles in eine kleine Stapelbox. Und diese hat mir schon des Öfteren den A.... gerettet. 



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FACEBOOK will ich nicht

TWITTER brauch ich nicht

INSTAGRAM schon gleich gar nicht

GOOGLE+ kommt gar nicht in die Tüte


 

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